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Der Praxisraum im warmen Abendlicht: zwei Sessel, ein Sofa und große Fenster

Privatpraxis in Berlin-Pankow Therapie bei Angst und Panikattacken

Panikattacken, soziale Angst, eine Phobie oder Sorgen, die nicht mehr aufhören: Angststörungen sind häufig und in vielen Fällen gut behandelbar. In meiner Praxis biete ich dafür Verhaltenstherapie an, auch online und auf Englisch.

Verfahren
Verhaltenstherapie für Erwachsene
Dauer
50 Minuten pro Sitzung
Honorar
in der Regel 151,55 € pro Sitzung
Sprachen
Deutsch und Englisch
Ort
Praxis in Berlin-Pankow oder online

Wenn Angst den Alltag bestimmt

Angst ist ein gesundes Gefühl. Es warnt vor Gefahr und macht den Körper bereit zu handeln. Zur Last wird Angst, wenn sie zu stark ist, zu oft kommt oder ohne echten Anlass auftritt. Viele Menschen meiden dann immer mehr Situationen, und ihr Leben wird enger.

Rund 15 von 100 Erwachsenen in Deutschland haben innerhalb eines Jahres eine Angststörung. Häufige Formen sind:

  • Panikstörung: Heftige Angstanfälle kommen immer wieder, scheinbar aus dem Nichts.
  • Agoraphobie: Sie meiden Orte, aus denen Sie bei Panik kaum wegkämen oder an denen Hilfe schwer erreichbar wäre, etwa Menschenmengen, Bus und Bahn oder Aufzüge. Manche trauen sich auch nicht mehr allein aus dem Haus.
  • Soziale Angststörung: Gespräche, Vorträge oder Essen in Gesellschaft kosten Sie viel Überwindung, weil Sie befürchten, sich zu blamieren.
  • Generalisierte Angststörung: Seit Monaten kreisen Ihre Gedanken fast täglich um Familie, Gesundheit, Arbeit oder Geld. Dazu kommen oft Anspannung, Unruhe und schlechter Schlaf.
  • Spezifische Phobie: Etwas Bestimmtes löst starke Angst aus, etwa Höhen, Spritzen, das Fliegen oder Tiere.

Viele halten Herzrasen, Zittern oder Schwitzen zunächst für eine körperliche Krankheit. Andere schämen sich oder wissen nicht, dass es Hilfe gibt. Auch deshalb werden Angststörungen oft lange nicht erkannt und nicht passend behandelt.

Was bei einer Panikattacke geschieht

Eine Panikattacke beginnt plötzlich. Das Herz rast oder stolpert, der Atem wird knapp, die Brust eng. Manche spüren Schwindel, schwitzen oder zittern, und alles wirkt seltsam unwirklich. Viele fürchten in diesem Moment, ohnmächtig zu werden, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben.

Die Beschwerden steigern sich bis zu einem Höhepunkt und ebben dann ab, meist innerhalb von 5 bis 20 Minuten. Das fühlt sich bedrohlich an. Sind körperliche Ursachen ärztlich ausgeschlossen, ist es aber nicht gefährlich: Der Körper schlägt Fehlalarm.

Wer das erlebt hat, fürchtet oft schon die nächste Attacke. Aus Angst vor der Angst meiden viele dann Orte, an denen es wieder passieren könnte, etwa die volle Bahn, den Supermarkt oder den Aufzug. Das bringt kurz Erleichterung, hält den Kreislauf aber in Gang: Sie merken so nie, dass die Panik auch ohne Flucht vorübergeht.

Bei plötzlichem Brustschmerz oder starker Atemnot rufen Sie bitte sofort den Notruf 112. Neue Beschwerden, die Sie nicht einordnen können, lassen Sie zuerst ärztlich abklären. Zu Beginn der Therapie ist außerdem eine körperliche Untersuchung ratsam, etwa von Herz und Schilddrüse. Dafür gebe ich Ihnen eine Empfehlung mit.

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, oder sofort Hilfe brauchen, finden Sie die Nummern unter In akuten Krisen.

So läuft die Behandlung ab

Als approbierter Psychologischer Psychotherapeut arbeite ich mit kognitiver Verhaltenstherapie. Bei Angststörungen ist sie das am besten untersuchte Verfahren. Typisch sind drei Bausteine: verstehen, was die Angst aufrechterhält, beängstigende Gedanken prüfen und sich gefürchteten Situationen stellen. Wie viel Raum jeder davon bekommt, richtet sich nach Ihnen.

  1. Erstgespräch

    Sie erzählen, was Sie zu mir führt und wie die Angst Ihren Alltag prägt. Gemeinsam klären wir, ob eine Verhaltenstherapie der passende Weg ist.

  2. Verstehen, was passiert

    Wann kommt die Angst, was geht Ihnen dann durch den Kopf, und wie weichen Sie ihr aus? Sie erfahren, wie das Alarmsystem des Körpers arbeitet und warum Vermeiden sie auf Dauer verstärkt.

  3. Gedanken prüfen

    Wir schauen auf Deutungen, die Ihnen Angst machen, etwa den Gedanken, starkes Herzklopfen bedeute einen Herzinfarkt. Was spricht dafür, was dagegen? So entsteht mit der Zeit eine realistischere Sicht.

  4. Sich der Angst stellen

    Sie suchen gefürchtete Situationen bewusst auf oder lösen typische Körpergefühle gezielt aus, etwa einen schnellen Puls durch zügiges Treppensteigen, wenn ärztlich nichts dagegen spricht. Gewohnte Absicherungen lassen Sie dabei weg. Wir beginnen mit kleinen Schritten, das Tempo bestimmen Sie mit. Ziel ist die Erfahrung, dass Sie die Angst aushalten können und das Befürchtete meist ausbleibt.

  5. Abschluss

    Zum Ende hin üben Sie zunehmend selbstständig. Wir halten fest, was Ihnen geholfen hat und was Sie tun können, falls die Angst wiederkommt.

Psychotherapie, Medikamente oder beides?

Der fachliche Standard in Deutschland ist die S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen (Version 2, 2021). Bei Panikstörung, Agoraphobie, generalisierter und sozialer Angststörung nennt sie Verhaltenstherapie und bestimmte Medikamente als erste Wahl. Hilft eines davon nicht genug, rät sie zum jeweils anderen. Auch beides zusammen ist dann möglich. Für spezifische Phobien empfiehlt sie Verhaltenstherapie mit Konfrontationsübungen.

Welcher Weg zu Ihnen passt, entscheiden Sie mit. Ein Rezept stellen Ärztinnen und Ärzte aus. Ich biete Verhaltenstherapie an. Halte ich eine ärztliche Beratung zu Medikamenten für sinnvoll, sage ich Ihnen das offen.

Online-Programme, die auf Verhaltenstherapie beruhen, können die Zeit bis zum Beginn einer Therapie überbrücken oder sie begleiten. Als alleinige Behandlung rät die Leitlinie von ihnen ab. Bei Panikstörung und Agoraphobie kann regelmäßiger Ausdauersport eine sinnvolle Ergänzung sein.

Dauer und Kosten

Eine Sitzung dauert 50 Minuten und kostet in der Regel 151,55 €. Je nach Aufwand kann das Honorar abweichen, Umsatzsteuer fällt nicht an.

Meine Praxis ist eine Privatpraxis für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahlende. Ich rechne nicht direkt mit Ihrer Krankenkasse ab, Sie erhalten von mir eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Ob und wie viel davon Ihre private Krankenversicherung oder die Beihilfe übernimmt, hängt von Ihrem Tarif und den für Sie geltenden Regeln ab. Fragen Sie dort am besten vorher nach. Klären Sie dabei auch, ob ein ärztlicher Bericht nötig ist.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Überweisung?

Nein. Sie können sich direkt bei mir melden. In persönlichen Krisen biete ich nach Verfügbarkeit auch kurzfristige Termine an. Wenn Sie sofort Hilfe brauchen, nutzen Sie bitte die Notfallnummern.

Wie lange dauert die Behandlung?

Das hängt davon ab, wie stark die Angst ist, wie lange sie schon besteht und was sonst in Ihrem Leben los ist. Oft zeigen sich Veränderungen nach einigen Wochen. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, besprechen wir gemeinsam und prüfen es zwischendurch.

Brauche ich Medikamente?

Nicht unbedingt. Bei Panikstörung, Agoraphobie, generalisierter und sozialer Angststörung ist Verhaltenstherapie allein eine Behandlung der ersten Wahl, ebenso bestimmte Medikamente, vor allem Antidepressiva. Diese wirken meist erst nach zwei bis vier Wochen und werden ärztlich verordnet. Bei einer spezifischen Phobie empfiehlt die Leitlinie Verhaltenstherapie mit Konfrontationsübungen. Für Medikamente reichen die Studien dort nicht aus.

Von Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen rät die Leitlinie im Regelfall ab, weil sie abhängig machen können.

Muss ich mich meiner Angst gleich stellen?

Nein. Zuerst verstehen wir gemeinsam, was Ihre Angst aufrechterhält. Übungen planen wir zusammen, in kleinen Schritten und in einem Tempo, das Sie mitbestimmen. Nichts geschieht gegen Ihren Willen. Leicht sind solche Übungen nicht, sie gehören aber zum Kern der Verhaltenstherapie bei Angst.

Geht die Therapie auch online?

Ja, über eine sichere Videoverbindung, auch schon das Erstgespräch. Das kann entlasten, wenn Ihnen der Weg aus dem Haus gerade schwerfällt. Weil Ausweichen die Angst auf Dauer verstärken kann, sprechen wir offen darüber, ob und wann Termine in der Praxis Teil der Übungen werden.

Schreiben Sie mir kurz per E-Mail, wenn Sie online teilnehmen möchten, auch wenn Sie über Doctolib gebucht haben. Dann bekommen Sie den Link vorab.

Kommt auch die Gruppentherapie infrage?

Als Ergänzung ja. Allerdings ist die geschlossene Gruppe kein eigenes Angebot für Angststörungen. Ihr Schwerpunkt ist Kommunikationstraining: Mit denselben Menschen üben Sie an festen Terminen, sich zu äußern, Grenzen zu setzen und mit Konflikten umzugehen. Bei sozialer Angst empfiehlt die Leitlinie vor allem Einzeltherapie. Solche Übungen können sie ergänzen, ersetzen sie aber in der Regel nicht.

Die Gruppe trifft sich nur in der Praxis, eine Sitzung dauert 100 Minuten und kostet 135 €. Anfragen schicken Sie mir bitte per E-Mail oder über das Formular.

Verschwindet die Angst ganz?

Angst gehört zum Leben, und sie schützt uns. Ziel der Therapie ist deshalb nicht, dass sie verschwindet, sondern dass sie Ihren Alltag nicht mehr bestimmt. Wie weit Sie kommen, kann niemand vorher versprechen. Wir schauen aber regelmäßig gemeinsam, was sich verändert hat.

Blick aus der Praxis auf die gegenüberliegenden Altbauten mit roten Dächern im Abendlicht.

In der Praxis oder online

Wir treffen uns in meiner Praxis in Berlin-Pankow, zwischen Prenzlauer Berg und Weißensee, oder über eine sichere Videoverbindung. Schreiben Sie mir für einen Online-Termin bitte kurz per E-Mail, auch wenn Sie über Doctolib gebucht haben. Dann bekommen Sie den Link vorab.

Prenzlauer Promenade 190
13189 Berlin-Pankow

Gut zu wissenBuchung über Doctolib · Absagen · Ihr Besuch · Anfahrt

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Für die Buchung über Doctolib brauchen Sie ein kostenloses Doctolib-Konto. Wenn Sie kein Doctolib-Konto anlegen möchten, fragen Sie Ihr Erstgespräch über meine Buchungsseite an oder schreiben mir eine E-Mail.

Absagen

Die Praxis ist eine Terminpraxis: Ihr Termin ist fest für Sie reserviert. Wenn Sie nicht kommen können, sagen Sie bitte spätestens 12 Stunden vorher ab. Später abgesagte oder nicht wahrgenommene Termine stelle ich als Ausfallhonorar in Rechnung. Über Doctolib gebuchte Termine sagen Sie direkt dort ab, damit der Platz wieder frei wird.

Ihr Besuch

Die Praxis liegt im dritten Stock, einen Aufzug gibt es leider nicht. Bitte kommen Sie zur vereinbarten Uhrzeit, damit Sie nicht warten müssen und laufende Gespräche ungestört bleiben. Wenn Sie früher da sind, gibt es Cafés in der Nähe.

Anfahrt

Von der Haltestelle Prenzlauer Allee/Ostseestraße sind es 2 bis 3 Minuten zu Fuß. Dort halten die Straßenbahnen M2, M13 und 12 sowie der Bus 156. Mit der M2 sind Sie in rund 15 Minuten am Alexanderplatz. Der nächste S-Bahnhof ist Prenzlauer Allee (S41, S42, S8, S85), etwa 12 Minuten zu Fuß oder 2 Stationen mit der M2.

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