Depression und Burnout
Verhaltenstherapie bei gedrückter Stimmung, Erschöpfung und Stress im Beruf.
Zur Therapie bei Depression und Burnout
Sie liegen lange wach, wachen nachts immer wieder auf oder morgens viel zu früh? Bei solchen Ein- und Durchschlafstörungen empfiehlt die deutsche Leitlinie als erste Behandlung die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, kurz KVT-I. Ich biete sie in meiner Praxis an, auch online und auf Englisch.
Wir alle schlafen mal schlecht, etwa vor einer Prüfung, nach einem Streit oder in einer schweren Zeit. Meist gibt sich das von selbst. Bei manchen Menschen bleibt der schlechte Schlaf aber, auch wenn der Anlass längst vorbei ist. Fachleute sprechen dann von einer Insomnie, also einer Ein- und Durchschlafstörung. Etwa 6 bis 10 von 100 Erwachsenen sind davon betroffen. Vielleicht kennen Sie das:
Als Insomnie gilt schlechter Schlaf, wenn solche Nächte mehrmals pro Woche vorkommen, über Wochen oder Monate anhalten und Sie tagsüber beeinträchtigen. Eine feste Grenze, wie viele Stunden Schlaf zu wenig sind, gibt es dabei nicht.
Viele versuchen dann, Schlaf nachzuholen: Sie gehen früher ins Bett, bleiben morgens länger liegen oder schlafen mittags. Das ist verständlich, bringt den Schlafrhythmus aber oft weiter durcheinander. Dazu kommt die Sorge vor der nächsten schlechten Nacht, und gerade sie hält wach. So entsteht leicht ein Kreislauf.
Auf dieser Seite geht es um die Insomnie. Andere Schlafstörungen, etwa eine Schlafapnoe mit Atemaussetzern oder eine Narkolepsie, werden ärztlich untersucht und behandelt.
Wenn Ihnen in schlaflosen Nächten Gedanken kommen, nicht mehr leben zu wollen, nehmen Sie das bitte ernst. Sofortige Hilfe rund um die Uhr finden Sie unter In akuten Krisen.
Die KVT-I ist eine Form der Verhaltenstherapie, die eigens für Schlafstörungen entwickelt wurde. Sie setzt an dem an, was schlechten Schlaf aufrechterhält: Gewohnheiten rund ums Bett, ein unregelmäßiger Rhythmus und Gedanken, die nachts nicht zur Ruhe kommen. Üblich sind vier bis acht Sitzungen, anfangs meist im Abstand von einer Woche. Zwischen den Terminen setzen Sie das Besprochene zu Hause um. Darauf kommt es bei der KVT-I besonders an.
Ich bin approbierter Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie) und habe in der Schlafforschung gearbeitet.
Sie erzählen, wie Sie schlafen, seit wann die Probleme bestehen und was Sie schon ausprobiert haben. Ich frage auch nach Ihrer Gesundheit, nach Medikamenten, Arbeitszeiten und Belastungen. Gemeinsam klären wir, ob die KVT-I für Sie passt oder ob vorher etwas ärztlich abgeklärt werden sollte.
Ein bis zwei Wochen lang notieren Sie jeden Morgen kurz, wann Sie ins Bett gegangen und aufgestanden sind, wie lange Sie wach lagen und wie erholt Sie sich fühlen. Das dauert nur wenige Minuten und zeigt oft genauer als die Erinnerung, wie Ihre Nächte verlaufen. Sie führen das Tagebuch während der ganzen Behandlung weiter. Außerdem erfahren Sie, wie Schlafdruck und innere Uhr zusammenspielen.
Anhand des Schlaftagebuchs vereinbaren wir eine feste Zeit zum Zubettgehen und eine feste Aufstehzeit, auch fürs Wochenende. Anfangs ist dieses Schlaffenster meist kürzer als Ihre bisherige Zeit im Bett, aber nie kürzer als eine Mindestzeit, die wir vorher festlegen. So wächst der Schlafdruck, und der Schlaf kann sich wieder festigen. Schlafen Sie besser durch, verlängern wir das Fenster Schritt für Schritt. Fachleute nennen das Schlafrestriktion.
Wer oft lange wach liegt, verbindet das Bett mit Wachsein und Anspannung. Deshalb gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie schläfrig sind, und nutzen es nicht zum Arbeiten, Fernsehen oder Grübeln. Können Sie nicht einschlafen und werden unruhig, stehen Sie auf und tun in einem anderen Raum etwas Ruhiges. Ins Bett gehen Sie erst zurück, wenn Sie schläfrig werden. Tagsüber verzichten Sie möglichst auf ein Nickerchen. Fachleute nennen das Stimuluskontrolle.
Wir schauen auf Gedanken, die Sie wach halten, etwa den Gedanken, ohne acht Stunden Schlaf sei der nächste Tag verloren. Sie lernen, den Tag vor dem Zubettgehen bewusst abzuschließen, Grübeln zu unterbrechen und sich zu entspannen. Auch der Druck, unbedingt schlafen zu müssen, darf kleiner werden, denn gerade er steht dem Schlaf oft im Weg.
Zum Ende halten wir fest, was Ihnen geholfen hat und wie Sie Ihren Schlafrhythmus beibehalten. Sie planen auch, was Sie tun, falls der Schlaf in einer belastenden Zeit wieder schlechter wird.
Die ersten Wochen mit festem Schlaffenster sind anstrengend. Viele sind in dieser Zeit tagsüber müder als sonst, manche auch unkonzentrierter oder gereizter. Das ist eine bekannte Folge der Behandlung und meist vorübergehend. Wir besprechen vorher, wie Sie diese Zeit einplanen, und ich frage regelmäßig nach, wie wach Sie tagsüber sind.
Wenn Sie tagsüber sehr schläfrig sind, fahren Sie bitte nicht Auto und bedienen Sie keine gefährlichen Maschinen. Sitzen Sie beruflich am Steuer oder arbeiten Sie dort, wo Müdigkeit gefährlich werden kann, passen wir das Vorgehen an.
Bei manchen Erkrankungen kann Schlafmangel Beschwerden auslösen oder verstärken, etwa bei einer Epilepsie oder einer bipolaren Störung. Dann setzen wir die Schlafrestriktion nicht oder nur abgeschwächt ein, in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sagen Sie mir deshalb im Erstgespräch, welche Erkrankungen Sie haben und welche Medikamente Sie nehmen.
Hinter schlechtem Schlaf kann auch eine körperliche Ursache stecken. Zu Beginn der Therapie ist deshalb eine Untersuchung bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt ratsam. Besonders wichtig ist sie, wenn etwas davon auf Sie zutrifft:
Verordnete Medikamente setzen Sie bitte nicht auf eigene Faust ab. Liegt eine körperliche Erkrankung vor, ist eine KVT-I trotzdem möglich. Die Erkrankung wird dann parallel behandelt.
Für die Diagnose einer Insomnie ist eine Nacht im Schlaflabor meist nicht nötig. Sinnvoll ist sie vor allem, wenn der Verdacht auf eine andere Schlafstörung besteht. Das entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Arbeiten Sie im Schichtdienst oder hat sich Ihr Schlafrhythmus stark verschoben, sprechen wir im Erstgespräch darüber. Dann muss das übliche Vorgehen der KVT-I angepasst werden.
Schlechter Schlaf kommt selten allein. Bei einer Depression ist der Schlaf meist gestört. Bei Angststörungen halten Sorgen und Anspannung wach, und bei Dauerstress im Beruf kreisen die Gedanken oft auch nachts um die Arbeit. Umgekehrt kann eine anhaltende Insomnie das Risiko erhöhen, später an einer Depression oder einer Angststörung zu erkranken.
Steht der schlechte Schlaf im Vordergrund, beginnen wir oft mit der KVT-I. Die Leitlinie empfiehlt sie auch dann, wenn zusätzlich eine Depression oder Angststörung besteht. In Studien besserten sich dabei häufig auch depressive Beschwerden. Steht dagegen eine Depression oder Angststörung im Mittelpunkt, behandeln wir vor allem diese. Bausteine der KVT-I können dann einfließen. Mehr dazu finden Sie auf meinen Seiten zu Depression und Burnout sowie zu Angst und Panik.
Der fachliche Standard in Deutschland ist die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (Update 2025). Sie empfiehlt die KVT-I allen Betroffenen als erste Behandlung, auch wenn zusätzlich eine körperliche oder psychische Erkrankung besteht. Die europäische Insomnie-Leitlinie von 2023 sieht die KVT-I ebenfalls als erste Behandlung vor.
In Studien schlafen viele Menschen nach einer KVT-I deutlich besser. Häufig hält die Verbesserung über das Ende der Behandlung hinaus an. Nicht bei allen verschwinden die Beschwerden ganz. Wie es Ihnen geht, prüfen wir deshalb regelmäßig gemeinsam anhand des Schlaftagebuchs.
Schlafmittel kommen nach der Leitlinie infrage, wenn die KVT-I nicht ausreichend hilft oder nicht möglich ist, und dann meist nur für kurze Zeit. Manche davon können bei längerer Einnahme abhängig machen. Frei verkäufliche Mittel aus der Gruppe der Antihistaminika und pflanzliche Mittel empfehlen die Leitlinien nicht. Medikamente verordnen Ärztinnen und Ärzte. Ich biete die KVT-I an.
Beide Leitlinien berücksichtigen auch digitale Programme zur KVT-I. Die deutsche Leitlinie empfiehlt die KVT-I aber bevorzugt in Präsenz, also im direkten Kontakt mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten.
Eine Sitzung dauert 50 Minuten und kostet in der Regel 151,55 €. Ich rechne nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) ab. Das Honorar ist umsatzsteuerfrei und kann je nach Aufwand abweichen. Wie viele Sitzungen Sie voraussichtlich brauchen, besprechen wir zu Beginn, damit Sie die Kosten abschätzen können.
Meine Praxis ist eine Privatpraxis für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahlende. Sie erhalten von mir eine Rechnung. Ob und wie viel Ihre private Krankenversicherung oder die Beihilfe übernimmt, hängt von Ihrer Diagnose, Ihrem Tarif und den für Sie geltenden Regeln ab. Fragen Sie dort am besten vor Beginn nach, ob Sie einen Antrag stellen müssen und ob ein ärztlicher Bericht nötig ist.
Sind Sie gesetzlich versichert, kann eine Kostenerstattung durch Ihre Krankenkasse infrage kommen. Den Antrag stellen Sie, bevor die Behandlung beginnt. Buchen Sie in diesem Fall bitte noch keinen Termin, sondern schreiben Sie mir zuerst eine E-Mail. Ich unterstütze Sie beim Antrag, die Entscheidung trifft Ihre Kasse. Wie das abläuft, erkläre ich auf meiner Seite zu Kosten und Erstattung. Dort finden Sie auch meine Checkliste und eine Antragsvorlage.
Nein. Sie können sich direkt bei mir melden. Ratsam ist trotzdem eine Untersuchung bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, damit körperliche Ursachen erkannt werden. Für die Erstattung verlangen die Beihilfe und manche private Versicherungen außerdem einen kurzen ärztlichen Bericht (Konsiliarbericht).
Regeln wie wenig Koffein am Nachmittag, wenig Alkohol am Abend und ein ruhiges, dunkles Schlafzimmer sind sinnvoll und gehören zur KVT-I. Viele Betroffene kennen sie aber längst. Bei einer Schlafstörung, die schon länger besteht, reichen sie allein meist nicht aus. Als besonders wirksam gelten das feste Schlaffenster und die Stimuluskontrolle.
Üblich sind vier bis acht Sitzungen, anfangs meist im Abstand von einer Woche, damit wir das Schlaffenster anpassen können. Kommen andere Belastungen dazu, etwa eine Depression, kann es länger dauern. Wir schauen zwischendurch gemeinsam, wo Sie stehen.
Ja, die KVT-I ist auch möglich, während Sie Schlafmittel nehmen. Ob und wie Sie die Mittel verringern, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie sie bitte nicht ohne ärztlichen Rat ab. Manche Mittel müssen nach und nach reduziert werden.
Für die Therapie ist das nicht nötig. Wie genau solche Geräte den Schlaf messen, ist nicht ausreichend belegt, und die Zahlen können zusätzlich unter Druck setzen. Wir arbeiten mit dem Schlaftagebuch.
Ja, beides. Wir können uns über eine sichere Videoverbindung sehen, auch schon zum Erstgespräch. Per Video hat sich die KVT-I in Studien ebenfalls als wirksam gezeigt.
Schreiben Sie mir bitte kurz per E-Mail, dass Sie online teilnehmen möchten, auch wenn Sie über Doctolib gebucht haben. Dann bekommen Sie den Link vorab. Die Gespräche führe ich auf Wunsch auf Englisch.
Nicht bei allen bessert sich der Schlaf so weit wie erhofft. Dann schauen wir gemeinsam, woran das liegen kann, etwa an einer anderen Schlafstörung, an Belastungen, die im Hintergrund weiterwirken, oder an einem Baustein, der noch nicht passt. Auch eine weitere ärztliche Abklärung oder ein Medikament kann dann sinnvoll sein. Das besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Nein. Hat Ihre Schlafstörung Krankheitswert, ist die KVT-I Psychotherapie und wird nach der GOP abgerechnet. Ein Coaching passt eher, wenn keine Erkrankung vorliegt und Sie zum Beispiel lernen möchten, mit Stress umzugehen. Was für Sie das Richtige ist, klären wir im Erstgespräch.

Wir treffen uns in meiner Praxis in Berlin-Pankow, zwischen Prenzlauer Berg und Weißensee, oder über eine sichere Videoverbindung. Für einen Online-Termin schreiben Sie mir bitte kurz per E-Mail, auch wenn Sie über Doctolib gebucht haben. Dann bekommen Sie den Link vorab.
Prenzlauer Promenade 190
13189 Berlin-Pankow
Für die Buchung über Doctolib brauchen Sie ein kostenloses Doctolib-Konto. Wenn Sie kein Doctolib-Konto anlegen möchten, fragen Sie Ihr Erstgespräch über meine Buchungsseite an oder schreiben mir eine E-Mail.
Die Praxis ist eine Terminpraxis: Ihr Termin ist fest für Sie reserviert. Wenn Sie nicht kommen können, sagen Sie bitte spätestens 12 Stunden vorher ab. Später abgesagte oder nicht wahrgenommene Termine stelle ich als Ausfallhonorar in Rechnung. Über Doctolib gebuchte Termine sagen Sie direkt dort ab, damit der Platz wieder frei wird.
Die Praxis liegt im dritten Stock, einen Aufzug gibt es leider nicht. Bitte kommen Sie zur vereinbarten Uhrzeit, damit Sie nicht warten müssen und laufende Gespräche ungestört bleiben. Wenn Sie früher da sind, gibt es Cafés in der Nähe.
Von der Haltestelle Prenzlauer Allee/Ostseestraße sind es 2 bis 3 Minuten zu Fuß. Dort halten die Straßenbahnen M2, M13 und 12 sowie der Bus 156. Mit der M2 sind Sie in rund 15 Minuten am Alexanderplatz. Der nächste S-Bahnhof ist Prenzlauer Allee (S41, S42, S8, S85), etwa 12 Minuten zu Fuß oder 2 Stationen mit der M2.
Ein Schlaftagebuch müssen Sie vorher nicht führen, damit beginnen wir gemeinsam. Buchen Sie das Erstgespräch über Doctolib, fragen Sie es ohne Doctolib-Konto über meine Buchungsseite an oder schreiben Sie mir. Möchten Sie eine Kostenerstattung bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse beantragen, schreiben Sie mir bitte zuerst eine E-Mail und buchen Sie noch keinen Termin.
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